“Noch 45 Sekunden”, funkte Michaels Teamchef Jo Zeller seinem Fahrer ins Auto. Dieser wollte seinen Ohren kaum glauben und rückversicherte sich noch einmal: “Hast Du Dich auch nicht versprochen?” Doch das zweite Rennen am Norisring war schon nach 18 Runden vorbei. Viele Unfälle, zwei Rennabbrüche und eine lange Pause vor dem Re-Start prägten den Sonntag in der Formel 3 EuroSerie. Im Gegensatz zu vielen Kollegen lenkte Michael seinen Boliden unbeschädigt durch die Nürnberger Straßen. Eine Belohnung in Form von Punkten blieb aufgrund des vorzeitigen Abbruchs jedoch aus.
Michael Klein über…
… den Norisring: “Ich bin zum ersten Mal in Nürnberg gefahren. Und: es hat mir Spaß gemacht. Die Strecke ist toll, auch wenn es nicht viele verschiedene Kurven gibt. Die Atmosphäre und das Drumherum gleichen das locker aus.”
… den 1. Lauf: “Startplatz 13 war keine schlechte Ausgangsposition. Mein Ziel war es, vielleicht auf Platz 8 vorzufahren, um so im zweiten Rennen von der Pole Position zu starten. Am Anfang lief es gut, dann habe ich leider ein bisschen zu spät gebremst und mich gedreht. Das hat mich zurückgeworfen.”
… den 2. Lauf: “Leider war das zweite Rennen etwas kurz, nur 18 Runden. Das war schade, denn mein Auto war richtig gut. Ich konnte einen super Speed fahren und hätte auf jeden Fall noch ein paar Plätze nach vorne kommen können, wenn das Rennen nicht zweimal abgebrochen worden wäre.”
… das Chaos im 2. Lauf: “Ich steckte bei der Massenkollision in der ersten Kurve mittendrin, aber zum Glück ist an meinem Auto alles heil geblieben.”
… die Lehren des Wochenendes: “Der Verbremser im ersten Rennen war schade, sonst hätte ich im zweiten Rennen eine bessere Ausgangslage gehabt. Wer weiß, wie es dann ausgegangen wäre? Aber ich habe wichtige Erfahrungen auf der Strecke gesammelt. Auch beim nächsten Rennen in Zandvoort erwartet mich eine unbekannte Strecke, also wird es wichtig, bei den Tests so viel wie möglich zu fahren.”
Tags: F3, Norisring, Nürnberg, Rennen 2
Es sah gut aus, doch dann verhinderte ein Dreher ein besseres Ergebnis von Michael im ersten Rennen am Norisring. “Ich habe ein bisschen zu spät gebremst”, gestand Michael nach dem ersten Rennen. “Die Bremsbalance hat nicht ganz gepasst.”
Dem Chaos am Start konnte er entgehen. “Die erste Runde hat gepasst”, verriet er. Am Ende reichte es nach dem Dreher aber nur zu Position 19. Im zweiten Rennen wird es entsprechend schwierig, weit nach vorne zu fahren. “Von 19 muss man richtig Gas geben”, kündigte er an. “Mal schauen, was passiert.” Kollege Christian Vietoris hat es vorgemacht: er fuhr im ersten Rennen von Starplatz 27 auf Position 6 nach vorne. Es ist also noch nichts verloren.
Tags: Norisring, Nürnberg, Rennen 1
Die Bedingungen waren nicht einfach, eine Rot- und einige Gelbphasen prägten das Qualifying und Michael hatte zudem mit Untersteuern zu kämpfen. Trotzdem fuhr er am Freitag in Qualifying in Nürnberg auf Startplatz 13.
“Im Freien Training am Vormittag war ich 10., also hatte ich mir etwas mehr erhofft”, sagte er selbstkritisch. “Aber ich habe keine perfekte Runde erwischt.” Im Rennen sieht es von P13 aber gar nicht so schlecht aus. “Mal sehen, was passiert”, sagt Michael. “Vielleicht kann ich auf Platz 8 vorfahren, das wäre richtig gut.” Denn dann würde er am Sonntag im 2. Rennen von der Pole Position starten.
Tags: F3 EuroSerie, Norisring, Nürnberg, Qualifying
Ort: Pau (FRA)
Zeitraum: 30. Mai - 01. Juni 2008
Streckenlänge: 2,760 km
Ergebnisse: 7. Platz (1. Lauf) / 9. Platz (2. Lauf)
Was für ein Rennen: von Startplatz 27 kämpfte sich Michael Klein im ersten Lauf in den engen Straßen von Pau bis auf den 7. Platz nach vorne. Wie beim großen Vorbild in Monaco gilt auch beim F3-Klassiker in Pau: nur wer fehlerlos durch den Leitplankendschungel kommt, immer die Konzentration behält und sich nicht in Fehler treiben lässt, kommt durch - und sammelt am Ende wie Michael seine ersten Punkte in der EuroSerie.
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Tags: F3 EuroSerie, Frankreich, Michael Klein, Pau, Punkte, Rennen 1, Rennen 2
In den ihm unbekannten Straßen von Pau machte Michael dort weiter, wo er in Mugello aufgehört hatte: mit einer grandiosen Aufholjagd. Aus Platzmangel wurde das Qualifying in zwei Gruppen ausgefahren, wobei es für Michael am Ende nur zu Startplatz 27 reichte - auf einem Straßenkurs keine besonders gute Ausgangslage.
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Tags: F3 EuroSerie, Pau, Punkte, Rennen, Samstag
Zum ersten Mal in seiner Rennkarriere war Michael Klein am heutigen Freitag auf einem Stadtkurs unterwegs. In den Straßen von Pau standen zwei freie Trainingssitzungen zu den Saisonläufen fünf und sechs der Formel 3 EuroSerie an. In den jeweils 30 Minuten langen Sessions platzierte sich Michael auf Anhieb unter die besten 20 - im ersten Training reichte es sogar für den 14. Platz.
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Ort: Mugello (ITA)
Zeitraum: 02.-04. Mai 2008
Streckenlänge: 5,245 km
Ergebnisse: 19. Platz (1. Lauf) / 12. Platz (2. Lauf)
Eine unbekannte Rennstrecke stellte Michael in Italien vor eine große Herausforderung. Während er die Ideallinie lernte, musste er auch am Setup feilen.
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Hundertprozentig glücklich war Michael am Sonntag nach dem zweiten Lauf in Mugello nicht, aber seine kleine Aufholjagd von Startplatz 19 auf Platz 12 stimmte ihn zumindest versöhnlich.
“Ich habe am Start einen Platz gutgemacht und konnte danach auch noch ein paar Fahrer überholen”, so Michael. “Leider ist das Überholen hier nicht gerade einfach. Die Strecke ist sehr schnell und wenn man dicht hinter einem anderen Auto herfährt, kommt man nur schwer vorbei.”
Volle Attacke versprach Michael für das erste Rennen der F3 EuroSerie in Mugello. Leider klappte das nur am Start: “Mein Start war gut, ich konnte einen Platz gutmachen”, so Michael. Danach war leider zu viel Verkehr auf der ersten Runde, um noch weiter nach vorne zu fahren. “Ich habe mein Bestes gegeben, aber es ging nicht weiter vor als Platz 19.”
Wie am Freitag im Qualifying kämpfte Michael mit dem Handling seines Autos. “Ich hatte viel Übersteuern und das Auto war allgemein sehr schwer zu fahren.” Wenn er nicht die Linie perfekt erwischte, war der Griplevel plötzlich viel zu gering. “Ich bin viel zu sehr gerutscht.”